Zermatt Ultra Juli 2014

Am schönsten Berg der Welt / Zermatt Ultra

Nachdem Claudia ihre Teilnahme am Zermatt Ultra 2013 verletzungsbedingt absagen musste, beschloss sie, dies 2014 nachzuholen. Ute schloss sich an und Johannes ergatterte last minute an der Ultra Tauschbörse einen Startplatz. Die Vorbereitungszeit war mehr (Claudia + Ute) oder weniger (Johannes) intensiv…..
Und wie das immer so ist, hofft man natürlich auf gutes Wetter…

Bei unserer Anreise war es sehr windig, am Abend fing es zu regnen an, es regnete die ganze Nacht und am nächsten Morgen regnete es immer noch….Sch…..ande, so hatten wir das nicht gebucht…., immerhin geht es auf fast 3100 m hoch. Hektisch wurden die Klamotten durchsucht, was nehm ich alles mit? Doch der Wettergott hatte ein Einsehen, etwa 1 Stunde vor dem Start hörte es langsam auf zu regnen. Schnell wurden die überflüssigen Klamotten in den Kleiderbeutel verpackt und auf ging es zur Kleiderbeutelabgabe. Auf dem Weg dorthin trafen wir die „Ketscher“. Es gab ein fröhliches Hallo, Bilder wurden gemacht, Sprüche geklopft und allen einen guten Lauf gewünscht, dann begab sich jeder zum Start.

Gestartet wurde in 2 Wellen, zuerst die Elite, dann Otto Normalverbraucher. Gestartet wurde auch nicht wie jedes Jahr auf  ebener Strecke, um dann nach ein paar hundert Metern sanft anzusteigen, sondern direkt in der Steigung. Der Weg führte uns stetig bergauf über einige Kurven durch St.Niklaus(1.116m ü.M.), direkt auf den Höhenweg. Das war schon mal die erste Herausforderung. Erschwerend kam hinzu, dass die Luftfeuchtigkeit anfangs brutal hoch war, sodass der eine oder andere bereits Kreislaufprobleme hatte. Also hieß es „rausnehmen“….Da wir an dem Tag nichts mehr anderes vorhatten, als oben anzukommen, nahmen wir auch raus…. 

Weiter ging es teils auf Asphalt, Schotterwegen oder Trails durch die Ortschaften Herbriggen, Randa und Täsch bis nach Zermatt (1.604 m ü.M.) Der erste Halbmarathon war geschafft. Nun kam die zweite Herausforderung, der steile und anstrengende Aufstieg zur Sunnegga-Station (2.280m ü.M.) Auf diesem Teilstück sah man einige, die nicht nur mit der Steigung, sondern auch mit Muskelkrämpfen zu kämpfen hatten.  32,5km sind geschafft. Weiter geht es zur Riffelalp (2.222m ü.M.), 39 km. Der Weg dorthin führt erst leicht bergab, um dann wieder sanft anzusteigen. Für die Marathonis sind es ab hier noch 3km und 363 Höhenmeter bis zum Ziel, Riffelberg (2.585m ü. M.). Die Ultraläufer dagegen haben noch ca. 6.5km und 867 Höhenmeter bis zum Gornergrat ( 3.089m ü.M.) vor sich. 

Da dieses Jahr die Schneeverhältnisse anders als letztes Jahr waren, konnte zum Schluss die Originalstrecke gelaufen werden, was aber nicht unbedingt viel besser war. Die letzten paar hundert Meter ging es über einen Felshang nach oben. Häufig war der Weg schlecht oder gar nicht markiert, so dass man oft fast senkrecht nach oben ging. Aber irgendwann waren auch wir im Ziel, müde aber überglücklich es geschafft zu haben.

Um wieder ins Tal zu gelangen, muss man – Gott sei Dank - nicht wieder laufen, man darf die Bergbahn benutzen. Auf dem Weg nach unten wurden wir nochmals für unsere Strapazen belohnt. Es war wahrscheinlich gerade die Zeit, in der die Murmeltiere ihren Bau verlassen, wir sahen jedenfalls ganz viele einfach nett anzusehen.

Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, wie viele gemeldete Ultraläufer abgebrochen haben oder zum Marathon abgebogen sind. So waren wir dann doch mit unserer Leistung sehr zufrieden.

Johannes Arnold   7:00,26
Claudia Biewald     7:42,55
Ute Arnold           7:42,57