Das Schaf Konrad & ASG-Nikoläuse

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Der Bad-Schönborner Nikolauslauf, die ASG Spaßlaufgruppe, und Konrad

Nun, ganz so rot-turbulent wie auf dem obigen Eingangsfoto (Nikolauslauf in Michendorf, Brandenburg) sah es beim regionalen Bad-Schönborner Nikolauslauf nicht aus, aber rot war schon die dominante Farbe an diesem Tag. Neun ASG-ler starteten vom Bahnhof Hockenheim in den Bad-Schönborner Winterwald. Und auch das Schönborner Schaf Konrad freute sich schon seit langem sich auf diesen  Nikolausmorgen.  Klaus hatte in seinen dicken Sack außer 2 Kilo Mandarinen auch noch eine Familienpackung Lebkuchen und für sportliche Energiezufuhr den passenden Flachmann eingeladen. Das aber erst später, bei Kilometer 5.

Beim Betreten der bereits stark frequentierten Schönbornhalle sahen sie normal-sportlich aus, da die Mehrzahl ihre Niko-Kampfkleidung noch nicht übergestreift hatte. Rainer streifte sich als letzter die rote Nikolausrobe über. "Die sieht so neu aus" sagte Natalie. "Ist sie aber nicht"  antwortete Rainer und dachte für sich 'wenn sie da mal reingerochen hätte, würde sie ahnen, dass sie in den Vorjahren schon stark strapaziert wurde'. Aber das behielt er lieber für sich, so auch hier.

6  der 9 ASG'ler liefen als Spaßlaufgruppe los. Sie bot beim Verlassen der Schönbornhalle ein imposantes Bild. "Sind das echte Nikoläuse?" fragten einige Jugendliche ihre elterlichen Personenschützer.  Der kraftvolle Schritt, die herausfordernd blitzenden Augen und dynamisch Gelassenheit machte natürlich auch auf die potentielle Läuferkonkurrenz großen Eindruck. Denn sie musste bei dem Anblick der Niko-Gruppe zu diesem Zeitpunkt noch davon ausgehen, in der Ergebnisliste etliche Plätze weiter hinten landen zu müssen. Diese Furcht relativierte sich allerdings bei Kilometermarke 10 von selbst.

Unter den Beeindruckten war insbesondere Konrad, das Schaf. Näheres dazu aber erst bei Kilometer 7. - Nach dem obligatorischen Gruppen-Beweisfoto (zweites Bild) erreichte die Gruppe den Startbereich.  Noch 10 Minuten bis zum Startschuss. Warmlaufen wurde als nicht erforderlich betrachtet, das sich dies ja gut in den nachfolgenden Laufablauf integrieren lässt. Man begann vielmehr, wild herum zu fotografieren, um möglichst viel Niko-Stimmung durch die kleine Linse in das Vorweihnachtsstimmungsarchiv einzulochen. (Anmerkung: Unter den weit über 100 Bildern musste dann einen Tag später das wirklich brauchbare Bildmaterial mühevoll herausgefiltert werden).

Die angeregte Unterhaltung der ASG-Niko-Gruppe, ob der dicke Nikolausmantel vielleicht doch etwas warm ist, und wie man am besten den zuvor erwähnten Wegproviant zur  Kilometer-Fünf-Hütte schafft, wurde durch den Startschuss jäh unterbrochen. Nach kurzer Abstimmung entschied man sich, einfach mal loszulaufen, um den Anschluss nicht gänzlich zu verpassen. Als die Gruppe Kilometer 1 passierte, war ASG Teamkollege Thomas Kilian (Nicht Mitglied der Spaßgruppe) schon längst zwischen Kilometer 2 und 3. Mit einer Endzeit von  42:12 min  hatte er im vorderen Zehntel keine Probleme bzgl. größerem Gedränge,  er finishte mit Rang 6 seiner Altersklasse. Das war letztendlich eine geschickte Strategie, trotz der rund 700 Teilnehmer auf den hübschen, aber teilweise nur 1,50 Meter schmalen Waldwegen stressfrei laufen zu können. Unsere ASG-Spaßgruppe hatte natürlich ebenfalls die Lösung für unbedrängtes Laufen gefunden, nur eben am anderen Ende des Tunnels.

Bei Kilometer 4 begann dann der gefürchtete Anstieg des bisher reizvollen Waldweges, ein Anstieg von von gefühlten 300 Höhenmetern. Die geschickte Strategie der Spaßgruppe bestand hier darin,  alle gefühlten 100 Höhenmeter eine Fotopause einzulegen, solange bis jeder wieder normal hyperventilieren konnte. Am Ziel erfuhren wir später von irgend so einem Spielverderber, dass es tatsächlich nur 30 Höhenmeter waren.  Wir werden das irgendwann später im Faktencheck überprüfen.

 

Bei Kilometer 5 öffnete Klaus endlich seinen Sack mit den Leckereien (siehe oben: Mandarinen, Lebkuchen, Flachmann). Obgleich die Mehrzahl der Mandarinen zermatscht waren, schmeckten die Lebkuchen noch vergleichsweise gut. Und wer damit Probleme hatte, wurde mit Flachmann behandelt und wiederhergestellt. Man bemühte sich, keine weitere Zeit zu verlieren und alle trabten besenwagenartig weiter - bis Kilometer 7 erreicht war. Zu diesem Zeitpunkt war wohl Adam, unser mutmaßlich künftiges Neumitglied auf der Zielgeraden, die er mit 47:06 min finishte. Wir werden ihn im Januar als Jungmitglied mit Potential willkommen feiern dürfen.

Also, während Adam in die Zielgerade einbog, boglte Klaus von der Strecke ab auf die Weide. Denn dort hatte er Konrad, das Schaf entdeckt. Und dabei messerscharf erkannt, dass Konrad gerne bis zum Ziel mitlaufen würde.

Es ist nun schwer, den weiteren Verlauf der Geschichte so zu erzählen, dass es glaubhaft wirkt. Gottseidank war ein Kameramann dabei, der alles fotografiert hat, sodass der Wahrheitsgehalt dieser Weihnachtssportgeschichte digital & revisionssicher festgehalten ist. Hier nun die Bilddokumentation der Xmas-Story:

 

Fazit:

Wir lernen daraus

  • Traue niemals einem Schafskopf
  • Alle Frauen sind Verführer

Der Zieleinlauf der Gruppe war wie ein gefeierter Sieg: die Gruppe lief kompakt, locker und lächelnd ins Ziel ein, wo sie von der Baumann‘schen Barcode Zeitnahme vereinzelt wurde. Gleich anschließend wurde sie vom Stadionsprecher interviewet, der etwas über ihre nikolausische Stärken, Schwächen und Zukunftsplanungen wissen wollte. Als Klaus die Geschichte von Konrad, dem Schaf erzählen wollte, schaltete er schnell das Mikro aus. Und das tun wir jetzt hier auch.

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