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Torstens erste Tria-Langdistanz

SG-Triathlet  Torsten Rinklef  feiert im fränkischen Roth Premiere auf der Langdistanz

 

Nach einer mehr als neunmonatigen Vorbereitung mit vielen Trainingskilometern war es endlich soweit. Torsten Rinklef von der Ausdauersportgemeinschaft Hockenheim absolvierte nach zahlreichen Triathlons über die Kurz-und Mitteldistanz seinen ersten Ironman. Mit der Challenge im fränkischen Roth hatte sich das ASG-Neumitglied einen der schönsten und größten Langdistanz-Triathlon der Welt ausgesucht. In 16 Startgruppen sprangen über 3500 Triathleten und mehr als 650 Staffelschwimmer aus 58 Nationen in den Main-Donau-Kanal, um die 3,86 Kilometer lange Wendepunkt-Schwimmstrecke, zurückzulegen. Torsten Rinklef hatte dabei Glück im Unglück, als er vor lauter Begeisterung, die an Land kommenden Profis anzufeuern, seinen eigenen Start verpasste und fünf Minuten später starten durfte.

Seine zahlreichen mitgereisten Fans staunten nicht schlecht, als der ehemalige Fußballer bereits nach 1:09:17 Stunden den Main-Donau-Kanal wieder verließ. Auch den 180 Kilometer langen hügeligen Rundkurs mit über 1000 Höhenmeter bewältigte der 47-jährige mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33 Kilometer in der Stunde in 5:30:53 Stunden vor über 220.000 begeisterten Triathlonfans. Allein an dem zweimal zu fahrenden Solarer Berg standen über 20.000 Zuschauer Spalier, um die Triathleten den Berg hoch zu puschen. „Das war Gänsehaut pur“, schildert Torsten Rinklef  seine Eindrücke.

Der abschließende Marathon über 42,195 Kilometer wurde danach zur Tortur. „Bis Kilometer Fünf war noch alles in Ordnung, aber dann wurden die Beine schwer wie Blei, der Puls ging in den Keller und der Magen spielte verrückt“, berichtet Torsten Rinklef, als die Kräfte nachließen und an ein vernünftiges Laufen in der prallen Sonne nicht mehr zu denken war. Unter diesen Umständen war die Marathonzeit von 4:42:01 Stunden am heißesten Tag seit  30 Jahren beim Jubiläumstriathlon eigentlich noch ganz gut. Wegen der hohen Temperaturen von über 34 Grad erreichten fast 20 Prozent der Teilnehmer nicht das Ziel. Nach 11:30:44 Stunden überquerte der ASG-Shootingstar völlig ausgepumpt die Ziellinie auf dem Rother Festplatz und machte sich fünf Tage vor seinem 48. Geburtstag selbst das schönste Geburtstagsgeschenk.

Mit Platz 187 in der AK45 und dem Gesamtrang 943 lag der ehemalige Fußballer bei seinem ersten Ironman immer noch im ersten Drittel des Gesamtklassements. Die Schmerzen vergehen, der Stolz bleibt, war das Neumitglied überglücklich „es irgendwie geschafft zu haben“.

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