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Ironman 70.3 Wiesbaden 2014

ASG erkämpft sich den 5. Platz mit der gemischten Staffel bei der  Ironman 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden

Die gemischte Staffel der Ausdauersportgemeinschaft Triathlon Hockenheim um Teamkapitän Rüdiger Wiegand hat in Wiesbaden beim Ironman 70.3 ihren Europameisterschaftstitel trotz harten Kampfes mit dem 5.Platz in der Mixed-Wertung in neuer Besetzung nicht verteidigen können.

Mit Susanne Weber von der SG Poseidon Eppelheim als Staffelschwimmerin und Calogero Parisi vom befreundeten Marathon-Team Ketsch als Staffelläufer hatte sich Rüdiger Wiegand zwei erstklassige Athleten ausgeliehen, um erneut den EM-Titel nach Hockenheim zu holen. Aber auch die anderen Teams der knapp 60 gemischten, unter den insgesamt 141 Staffeln, hatten sich mit ehemaligen Profiathleten und aktuellen deutschen Meistern, unheimlich verstärkt. So musste Susanne Weber auf der 1,9 Kilometer langen Schwimmstrecke im Raunheimer Waldsee in 29:49 Minuten als neuntschnellste der gemischten Staffeln alles geben um den Abstand zur Spitze nicht zu groß werden zu lassen.

 

Auch Teamkapitän Rüdiger Wiegand schaffte es nicht, auf dem 90 Kilometer langen, mit über 1450 Höhenmetern gespickten Rundkurs durch den Taunus, verlorenen Boden gutzumachen. Im Gegenteil: Der Routinier wurde durch einen technischen Defekt seines High-Tech-Rades weiter zurückgeworfen und musste die letzten 45 Kilometer der Radstrecke mit nur noch einer funktionierenden  Vorderradbremse auf den teilweise gefährlichen Abfahrten, auskommen. Trotz dieses Pechs raste Rüdiger Wiegand mit der achtbesten Radzeit (2:37:42 Stunden) als sechster der gemischten Staffeln völlig ausgepumpt in die zweite Wechselzone.


Nun musste Calogero Parisi beim abschließenden Halbmarathon über 21,1 Kilometer die Kohlen aus dem ASG- Feuer holen und einen fast uneinholbaren 18-minütigen Rückstand auf die Führenden hinterherlaufen. Zwar legte der Ketscher Spitzenläufer auf dem welligen, viermal zu laufenden Rundkurs im Wiesbadener Kurpark, trotz der nahezu 200 Höhenmeter, mit der siebtschnellsten Laufzeit in 1:23:24 Stunden, ein hohes Tempo vor, konnte aber die beiden Profi-Teams Blueseventy Race Club und Sunrise nicht mehr einholen. Selbst im Kampf um die noch mögliche Bronzemedaille hatte Calogero Parisi keine Chance und musste dabei noch die amtierende deutsche Meisterin im Halbmarathon, Simret Restle-Apel vom Team Sunrise, in 1:17:19 Stunden, passieren lassen.

In einer Gesamtzeit von 4:34:28 Stunden führte der Ketscher Topläufer das ASG-Team bei seinem ersten Staffeltriathlon als fünfte Mixed-Staffel bei der Ironman 70.3 European Championship vor über 25.000 Triathlonfans über den blauen Teppich am Wiesbadener Kurhaus. „Es ist wirklich schade. Wir haben alles gegeben. Mit dieser Zeit wären wir in der Männerstaffel Vize-Europameister geworden“, resümierte Teamkapitän Rüdiger Wiegand als die Enttäuschung über die verpasste Bronzemedaille etwas verflogen war.

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