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Rodgau 2016

Frauenpower in Rodgau

Rodgau ist die erste große Herausforderung im Jahr. Reicht das Training für 50 km? Diese Frage haben wir uns alle gestellt. 50 km in zehn Runden laufen? Für die einen der Albtraum für die anderen motivierend. Alle 5 km besteht die Möglichkeit auszusteigen. Gemeinsames Ziel von Claudia, Ute, Roberta, Conny, Adam und Francesco war es die 50 km komplett durchzulaufen. Die Wettervorhersage versprach uns Regen und Wind – Hauptsache kein Schnee!

Obwohl wir recht früh in Rodgau ankommen, ist ganz schön was los in der Halle. Es sind 958 Teilnehmer am Start. Davon werden 624 Läufer finishen. Einige bekannte Gesichter aus Philippsburg und Speyer sind auch dabei. Wir überlegen wie wir uns bei dieser Wetterprognose am geschicktesten anziehen. Ab 13:00 Uhr soll es nass werden.

Gegen 9:30 Uhr machen wir uns auf den langen Weg (800m) zum Start. Adam saust nach dem Startschuss gleich los und wir verlieren ihn schon auf dem ersten Kilometer aus den Augen. Roberta steckt sich 5 Stunden Musik ins Ohr und setzt sich nach dem zweiten Kilometer ab. Francesco und ich versuchen uns an Claudia und Ute zu hängen. Dafür verzichten wir auch in den ersten zwei Runden auf Wasser und Brot. Unterwegs gibt es immer wieder Gelegenheit mit anderen Läufern einen Smalltalk zu halten. Unsere Präsentation der ASG- Trikots zeigt auch Wirkung. „Hey, richtet ihr nicht den Lauf auf dem Hockenheimring am 1. November aus? werden wir von einem Läufer gefragt. „Super organisierter Lauf! Nur schade, dass in Hessen am 1. November kein Feiertag ist!" noch einen schönen Lauf!“ und weg war der junge Sprinter.

Bereits in der zweiten Runde werden wir von Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn überholt. Er wird uns mehrmals überrunden und später mit 2:57:26 Std. einen neuen Streckenrekord laufen.

In der dritten Runde teilt mir Francesco mit, dass er nicht finishen wird. Er hat Magenprobleme und lässt sich nicht mehr von mir aufmuntern. Ich lasse ihn traurig und mit Gewissensbissen zurück. Schließlich wollten wir gemeinsam ins Ziel laufen. Ich muss mich jetzt alleine durchschlagen und bemitleide uns beide. Claudia und Ute kann ich nicht mehr einholen. So quält sich jeder Runde für Runde durch. Francesco kämpft noch bis km 25, dann ist für ihn Schluss. Er friert und stellt sich eine Stunde lang unter die heiße Dusche. Adam hat schon zu Beginn Probleme mit dem Rücken und steigt nach km 30 aus, die er immerhin in 2:52 Std. geschafft hat. Der Wind nimmt inzwischen zu und der Regen setzt ein.

Die letzten 20 Km läuft Roberta mit Claudia und Ute zusammen und im Gleichschritt kommen sie nach 5:28 Std. ins Ziel. Francesco hat nach seinem Duschexzess wieder Energie und steht im Zielbereich um mit dem Handy unscharfe Bilder zu machen. Die drei Mädels sind durchgefroren und gehen schnurstracks zum Duschen. Der treue Francesco harrt währenddessen aus, um auch mich nach 5:46 Std. in Empfang zu nehmen. DER GUTE!

Fazit: Langer Tag, lange Strecke, lange Quälerei – aber wir sind einfach nur stolz auf uns ohne Muskelkater und größeren Blessuren oder Verletzungen durchgehalten zu haben.

 

(Conny L.)