Podiumsplätze für ASG in Hördt

Drei Podiumsplätze für ASG-Läufer in Hördt 

Vorbemerkung: Von diesem Lauf gibt es gleich 2 Versionen aus unterschiedlicher Sicht, die unabhängigvoneinander entstanden sind. Die erste Version stammt von von unserem Pressewart Christian und ist eine Kopie seines Presseberichts in der Hockenheimer Tageszeitung. Also pressegerecht ausformuliert und faktenorientiert. Die zweite Version stammt Roberta, die selbst mitgelaufen ist. Sie lässt uns ein Blick in die Gefühlswelt einer Läuferin werfen. Hier die beiden Versionen

1. Pressebericht

Mit gleich drei Podiumsplätzen kehrten Marion Gollnick, Roberta Mijatovic und Adam Banert von der Ausdauersportgemeinschaft vom 31. Auwaldlauf aus dem pfälzischen Hördt zurück. Im Rahmen ihrer langen Vorbereitung auf die Duathlon-Europameisterschaft wollte Marion Gollnick eigentlich nur einen schnellen Zehner laufen, was ihr auch mit 43:01 Minuten und dem daraus resultierenden 2. Rang in der AK W45 auch gut gelang. Roberta Mijatovic startete bei Nieselregen über 20 Kilometer und bereitet sich bereits intensiv auf den Rennsteiglauf vor.

 

 „Eigentlich wollte ich gar nicht so  schnell laufen, aber zum Schluss packte mich der Ehrgeiz als ich sah, dass der dritte Platz in meiner Altersklasse möglich war“, zog Roberta Mijatovic nach ihrem 3. Rang in der AK W40 in 1:44:38 Stunden ein zufriedenes Fazit. Auch Adam Banert schaffte mit weniger Training in 1:43:41 Stunden mit dem 3. Platz in der AK M40 den Sprung auf das Podest. 

 

2. Beobachtungen einer Läuferin (Roberta)

                                                    

Es kommt immer anders als geplant

Nach dem Königsstuhllauf und dem Vorbereitungslauf für den SAS freute ich mich auf einen flachen langsamen 20-er in Hördt bei Bellheim. Am Samstag Abend überredete ich noch Adam doch mitzufahren. Also fuhren wir am Sonntag bei nieselndem Regen nach Hördth. Genauso wie Ich hatte er die ganze Woche keinen Lauf gemacht, und wollten es Beide langsam angehen. Dort trafen wir unsere beste Läuferin Marion Gollnick und auch Frank vom RC Vorwärts Speyer. Marion stand bereits um 10:00 in den Startlöchern, denn sie wollte nur den 10-er laufen. Einen schnellen 10-er natürlich, denn sie verriet, dass Sie im 4-er Schnitt loslaufen wird! Und bereits nach 43:01 war Marion im Ziel, und auch schnell wieder zu Hause.

Wir starteten um 10:15, und es wurde die 10-er Strecke zweimal gelaufen. Ich lief mal in 5:04 an, und Adam überholte mich nach schon nach einigen Metern. Ich hatte ihn aber den ganzen Lauf über im Blickfeld. Von Frank sah man nichts. Eigentlich wollte ich dann rausnehmen, langsamer laufen, als ich bemerkte, dass zwei Herren mich von links und rechts überholen wollen! Und weckten doch den Ehrgeiz in mir…Einer blieb recht schnell hinten, doch der andere hatte beschlossen mitzuhalten. Also lieferten wir uns einen richtigen Wettkampf, die ganze Strecke über!

Gerade als ich dachte ich hätte ihn abgehängt und könnte nun ohne Verfolgung laufen, überholte er mich, und das immer wieder! Bei km 17 löste sich dann meine Startnummer vom Band! Also musste ich stehen bleiben und diese mit der Sicherheitsnadel befestigen, und das in Handschuhen! Ich ließ Ihn laufen! Und gab da auch für einen Moment auf. Genau, nur für einen Moment! Erneut riss ich mich zusammen und lief und lief immer schneller bis ich Ihn hatte!

Da waren wir bereits bei km 18, als sich auf einmal auch eine Dame unserem Wettkampf anschloss! Meine AK auch noch! Sie machte uns auf einmal zu Verbündeten, den auf einmal fragte er mich, ob wir Sie vorbeiziehen lassen wollten… Natürlich nicht… Ich lief wirklich an meine Grenze und zweifelte ob ich den Druck aushalte, denn die Dame war nur einen Schritt hinter mir! Bei km 19 dann, sah ich Frank mir entgegenlaufen, denn er war bereits mit 1.31! im Ziel, und lief aus. Er erkannte die Situation und seine Aufgabe sofort! Er schloss sich mir an, beschleunigte noch und zog mich ins Ziel, in einer Zeit von 1:44.48 ohne dass ich überholt wurde! Adam war in einer Zeit von 1.43.41! bereits im Ziel und sah aus als wäre er nicht gelaufen.

 Nun warteten wir nur noch auf die Siegerehrung vom 10-er Lauf, weil wir Marions Urkunde mitnehmen wollten. Sie belegte den 2.Platz in der AK45. Mittlerweile hing auch die Ergebnisliste vom 20km Lauf aus, und zu unserer Freude stellten wir fest, dass auch Adam, Frank und ich einen Podestplatz belegten! Adam den 3.Platz seiner AK,40 übrigens, Frank den 2.Platz seiner AK und ich auch den 3.Platz meiner AK. Also gönnten wir uns noch ein Stück Kuchen bis zur Siegerehrung und fuhren zufrieden nach Hause.

 Auf der Heimfahrt stellte Adam fest, dass es mit weniger Training auch ganz gut läuft

RM