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Ultramarathon Eschollbrücken 20.3.16

25. Ultramarathon in Eschollbrücken

       (Anmerkg der Redaktion: 1. Platz für Ute Arnold in AK W55)


Relativ spontan fuhr ich mit meinem Laufkollegen Gunter Wiedemann vom Marathonteam Ketsch am Sonntag nach Eschollbrücken zum Ultramarathon. Abfahrt war 7.15, die Autobahn frei, so dass wir uns stressfrei für den Lauf fertig machen konnten.
Pünktlich um 9.00 erfolgte der Startschuss für die 50 km Läufer, um 11.00 für die 25 km Läufer. Start ist auf dem Sportgelände. Die Strecke verläuft dann zunächst eine Runde auf dem Hochwasserschutzdamm, schwenkt ab km 2 in den Wald und errreicht bei km 3 ein Stück offenes Feld und führt anschließend zwischen Bebauung und Waldrand zurück zum Sportgelände wo noch eine kleine Runde auf dem Rasenplatz gelaufen werden muss. Die Strecke ist zwar abwechslungsreich, kostet aber viel Kraft, da der Untergrund schwierig zu laufen ist.
Gelaufen wird, ähnlich wie in Rodgau, in 10  Runden, jeweils 5 km. Vorteil von den Runden ist, dass man nach jeder Runde aussteigen kann. Nachteil ist, dass man gerade die ersten Runden immer wieder darüber nachdenkt: aussteigen oder weiterlaufen.

Ich werde oft gefragt, ob das Rundenlaufen nicht langweilig ist, aber die Veranstalter hatten dies hier sehr nett gelöst. An allen neuralgischen Punkten waren freundliche Helfer stationiert, die einen immer wieder motiviert hatten. So wunderte ich mich die ersten 2-3 Runden bei km 2 über einen Helfer, der im  Anzug und Lackschühchen auf einer Holzplatte stand. Seltsam, dachte ich. Aber ab der 4. Runde tanzte dieser Herr Step und sprach mit jedem Läufer. Ich freute mich immer  auf die nächste Runde um den Steptänzer zu sehen, der stets mit mir scherzte und mich motivierte. Runde 7 und 8 sind für mich die schlimmsten, in Runde 9 hat man den Marathon geschafft,  die letzte Runde schafft man dann auch noch.
Nach 10 Runden wurde ich von Gunter, frisch geduscht und warm eingepackt, an der Ziellinie empfangen. Während ich in die Umkleide schlich studierte  Gunter die vorläufige Ergebnisliste. Er hatte den Lauf in einer sagenhaften Zeit von 4.17 gefinist und den 2. Platz in seiner AK belegt!  Also zog ich mich langsam, denn schnell geht nach so einem Lauf gar nichts, um und wir begaben uns zur Siegerehrung in die Sporthalle. Die Freude war bei mir natürlich auch groß, als ich erfuhr den 1. Platz in meiner AK gemacht zu haben. Ich hatte in 5.21 gefinisht.

Ute Arnold