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Marion Gollnick verpasst Bronze bei Duathlon-Europameisterschaft

Beste deutsche Amateurin 

Auch bei der Duathlon-Europameisterschaft über die Langdistanz (10 Km Laufen, 60 Km Radfahren und nochmals 10 Km Laufen) im dänischen Kopenhagen präsentierte sich die ASG-Triathletin Marion Gollnick mit dem 4.Rang in der AK W45 in 3:13:23 Minuten weiterhin in Topform.

Wie bereits nach ihrem 5.Platz bei der Duathlon-Europameisterschaft über die Kurzdistanz vor drei Wochen zeigte sich die 47-jährige Reilingerin auch in Kopenhagen in blendender Verfassung und war von Anfang an in der Spitze der europäischen Duathlon-Elite zu finden.

 

 

Mit der viertbesten Laufzeit von 42:57 Minuten über die ersten zehn  Kilometer legte die ehemalige Ruderin den Grundstein für eine gute EM-Platzierung. Auch auf dem Rad ließ die Kaderathletin der deutschen Triathlon-Nationalmannschaft mit der zweitschnellsten Radzeit von 1:42:35 Stunden nicht locker und kämpfte um den Anschluss an das Führungsduo Annette Corydon (Dänemark) und Louella O`Herlihy (Großbritannien).

Für einen Eklat auf der 60 Kilometer langen Radstrecke entlang der Ostsee sorgte dabei die spätere Zweite Deborah Comer (Großbritannien), die bei dem starken Ostwind förmlich an dem Hinterrad von Gollnick klebte. Anders als beim Triathlon-Weltcup, wo das Windschattenfahren erlaubt ist, herrscht bei den Europameisterschaften striktes Windschattenverbot mit mindestens zehn Meter Abstand zum Vordermann. „Ich hatte es gar nicht gleich gemerkt. Es hatte aber auch kein Kampfrichter gesehen“, ärgerte sich Gollnick über das unfaire Verhalten ihrer britischen Kontrahentin im Kampf um die Bronzemedaille. „Sie hätte eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe bekommen müssen, dann wären die Karten wieder neu gemischt worden“, monierte Gollnick.

Beim abschließenden Zehnkilometerlauf in 45:20 Minuten hatte die 47-Jährige keine Chance mehr das entstandene Loch von fast zwei Minuten nach vorne zuzulaufen. „Meine Beine waren völlig übersäuert. Ich war froh überhaupt den vierten Platz gehalten zu haben“, als sie von ihrer unsportlichen Widersacherin aus Großbritannien überlaufen wurde. Beste deutsche Amateurin unter den 152 gestarteten Frauen geworden zu sein, war für die zweifache Mutter demzufolge nur ein schwacher Trost.