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Marion Gollnick erneut deutsche Duathlon-Meisterin

Bereits eine Woche nach der knapp verpassten Bronzemedaille bei den Duathlon-Europameisterschaften in Kopenhagen sicherte sich die für die Ausdauersportgemeinschaft Triathlon Hockenheim startende Reilingerin Marion Gollnick im nordrhein-westfälischen Alsdorf bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften über die Kurzdistanz erneut den Sieg in der AK W45.

Bei heftigem Wind und Temperaturen von nur acht Grad waren die Zehn Kilometer Laufen, 40 Kilometer Radfahren und nochmals fünf Kilometer Laufen für die mit sehr hohen Erwartungen angereiste amtierende deutsche Duathlon-Meisterin unter den 50 Starterinnen ein hartes Stück Arbeit. Trotz guten 43:13 Minuten beim Auftaktlauf lag die ASG-Ausnahmeathletin zwar auf Rang zwei, musste aber einen Rückstand von 3:22 Minuten auf dem Rad gegenüber der unbekannten Tanja Nehme (SC Meißner) hinterherfahren.

Nach einem schnellen Wechsel von nur 1:05 Minuten startete die ehemalige Ruderin auf der anschließenden, für den Autoverkehr gesperrten 40 Kilometer langen Radstrecke, in ihrer Paradedisziplin eine furiose Aufholjagd. Mit der zweitschnellsten Radzeit (1:11:39 Stunden) konnte die 47-Jährige den Vorsprung der Führenden zwar egalisieren, wurde aber in der Zwischenzeit von ihrer Dauerrivalin und härtesten Konkurrentin Tanja Osterholt (SG Borken) überholt.

Wie arg mittlerweile die Rivalität der beiden Kontrahentinnen ist, zeigte die Tatsache, dass Osterholt freiwillig auf die Europameisterschaft verzichtete um sich voll und ganz auf die deutsche Meisterschaft zu konzentrieren. Nur hatte Osterholt die Rechnung ohne Gollnick gemacht, die das hohe Tempo gegen den Wind mitfuhr, dabei ihre härteste Widersacherin nicht aus den Augen verlor um sie kurz vor der Wechselzone wieder zu stellen.

Nach einem erneut sehr schnellen zweiten Wechsel von nur 59 Sekunden hatte die 47-Jährige bereits einen Vorsprung von 54 Sekunden, den es bei den abschließenden zwei Runden über fünf Kilometer gegenüber der stärksten Läuferin im Feld zu verteidigen galt. Es blieb weiter spannend da der Vorsprung gegenüber Tanja Nehme, die die fünf Kilometer in 20:41 Minuten lief, immer geringer wurde. Mit all ihrer Routine schaffte es die Kaderathletin der deutschen Triathlon-Nationalmannschaft mit einer Laufzeit von 21:09 Minuten ihren Titel nach 2:18:05 Stunden harten Kampf zu verteidigen und ihre Dauerrivalin Tanja Osterholt in 2:19:36 Stunden auf den dritten Platz zu verweisen.

„Beim zweiten Lauf ging wirklich die Post ab und ich musste alle Körner in die Waagschale werfen um meinen Titel zu verteidigen“ gestand Gollnick im Ziel.