Ulm-Triathlon - Pedro meldet sich zurück

Dritter baden-württembergischer Triathlon-Meister über die Mitteldistanz 


Knapp sechs Monate nach seiner schweren diagnostizierten Herzmuskelentzündung meldete sich Pedro Leischwitz von der ASG Tria Hockenheim bei den baden-württembergischen Triathlon-Meisterschaften über die Mitteldistanz (2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen) in Ulm mit dem dritten Rang in der Altersklasse M55 eindrucksvoll zurück. Das zwei Kilometer lange Schwimmen flussabwärts in der mit 15,3 Grad gemessenen eiskalten Donau war für den Altmeister in 20:27 Minuten aufgrund der starken Strömung noch kein großes Problem. Der 80 Kilometer lange Radkurs mit knapp 1000 Höhenmetern über zwei Runden war für den 58-Jährigen mit den insgesamt vier 18%-Rampen schon wesentlich anspruchsvoller.

„Ich habe mich die erste Runde etwas zurückgehalten was sicherlich gut war. Dann hat sich der Rücken gemeldet. Als mir mein Tacho bei der Einfahrt in die Wechselzone einen Kilometerschnitt von 33,1 Kilometer in der Stunde anzeigte, war ich sehr zufrieden“. Der große Unbekannte war jedoch das abschließende Laufen über 20 Kilometer, da die Vorbereitung ohne einen einzigen Laufwettkampf und nur mit wenigen Laufkilometern alles andere als optimal verlief. Nur die einigermaßen gelungene Generalprobe mit dem vierten Rang bei den baden-württembergischen Triathlon-Meisterschaften über die Kurzdistanz in Ladenburg zwei Wochen zuvor war ein guter Härtetest. „Angst und wirklich Angst hatte ich vor dem Laufen, da meine Kräfte ziemlich verschossen waren und ich mir Gedanken um mein Herz machte“. Mit letzter Kraft konnte sich das Triathlon-Urgestein in 1:47:30 Stunden nach 4:45:05 Stunden hartem Kampf über die Ziellinie retten. „Ich kam zwar nicht wie Phönix aus der Asche, aber der Einstieg ist mir wieder recht gut gelungen“, war Leischwitz über das gelungene Comeback erleichtert. Bei denen am gleichen Tag ausgetragenen deutschen Duathlon-Meisterschaften über die Langdistanz (10 Kilometer Laufen, 80 Kilometer Radfahren und nochmals 20 Kilometer Laufen hatte die haushohe Favoritin Marion Gollnick die Rechnung ohne Annette Niederau vom TV Buschhütten und Christine Rausch von der TSG Eppstein gemacht. Die erfolgsverwöhnte deutsche Duathlon-Meisterin über die Kurzdistanz hatte gegen ihre beiden Kontrahentinnen keine Chance und landete nach 5:07:35 Stunden in der Altersklasse W45 abgeschlagen auf Rang drei.