Kopenhagen Ironman Aug-2016

ASG-Triathleten zünden „dänisches Dynamit“

Beim Ironman im dänischen Kopenhagen zeigten sich die ASG-Triathleten Thomas Kilian, Christian Ryll und Henning Rudolph unter den 3200 Triathleten aus 48 Nationen in blendender Verfassung. Allen voran der Walldorfer Thomas Kilian der mit dem vierten Rang in der M55 in 10:31:52 Stunden nur um wenige Minuten die erneute Hawaii-Qualifikation verpasste. Aber auch Christian Ryll lag nach seiner sensationellen Schwimmzeit (1:10:23 Minuten) bis zum abschließenden Marathon aussichtsreich im Rennen, musste aber dann doch dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und wurde in der mit 340 Triathleten sehr stark besetzten Altersklasse M50 in 10:34:50 Stunden auf Rang 28 durchgereicht.

Henning Rudolph schaffte ebenfalls in 10:59:58 Stunden mit Rang 53 in der Altersklasse M50 seine Zielvorgabe unter elf Stunden zu bleiben. Gleich bei der Auftaktdisziplin, dem 3,86 Kilometer langen Schwimmen in der mit 16 Grad eiskalten Ostsee behielten die hochmotivierten ASG-Cracks bei starkem Nebel den Durchblick bei der Thomas Kilian in 1:10:25 Stunden sogar zwei Sekunden auf seinen Vereinskameraden Christian Ryll verlor. „Das Salzwasser, mein Neopren und meine Beine haben mich über Wasser gehalten. Zudem habe ich eine starke Gruppe im Wasser gefunden, der ich einfach hinterhergeschwommen bin“, begründete der Reilinger seine unglaubliche Schwimmzeit. Überhaupt war es durch den mittlerweile weltweit bewährten, rollenden Start bei allen Ironman-Rennen ein entspanntes Schwimmen, da die über 3200 Triathleten in Fünfergruppen alle fünf Sekunden ins Wasser gelassen wurden. So dauerte es fast eine Stunde bis der letzte Schwimmer im Wasser war.

Durch die gute Schwimmzeit regelrecht beflügelt flog Christian Ryll in tiefster aerodynamischer Haltung auch mit der achtzehnt schnellsten Radzeit (5:00:41 Stunden) mit 36 Stundenkilometern über die mit 1000 Höhenmetern gespickten 180 Kilometer langen Radstrecke. Auch Thomas Kilian lag mit der viertschnellsten Radzeit (5:10:57 Stunden) der AK M55 noch in Schlagdistanz zu den Hawaii-Qualifikationsplätzen. Zufrieden mit seiner Radzeit von 5:24:12 Stunden war auch Henning Rudolph. „Nur den Marathon wollte ich natürlich schneller laufen als 4:05:00 Stunden, was mir aber durch die Vorbelastung nicht mehr gelang. Mit Krämpfen, Problemen an den Fersen und Fußgelenken quälte ich mich dem Ziel entgegen, um zum ersten Mal mit ´You are an Ironman` nach 10:59:58 Stunden begrüßt zu werden“.

 Den schnellsten Marathon der ASG-Cracks und den viertschnellsten seiner Altersklasse M55 lief auf dem hügeligen und eckigen Vierrundenkurs entlang der Ostsee und durch die dänische Hauptstadt Thomas Kilian in 4:04:31 Stunden nur unwesentlich schneller als sein Vereinskamerad Henning Rudolph. „Auf diesen vielen und langen Kopfsteinpflasterpassagen war ein schnellerer Marathon nicht möglich. „Ich bin mit meinen 10:31:52 Stunden sehr zufrieden, auch wenn ich sehr gerne noch einmal auf Hawaii gestartet wäre“, war der Walldorfer keineswegs enttäuscht.

Auch für Christian Ryll war bei Kilometer 17 „Schicht im Schacht“ und so bekam der 53-Jährige zum 33. Male die Leiden eines Ironmans zu spüren, um den Marathon wenigstens noch in 4:14:59 Stunden zu beenden und nach 10:34:50 Stunden über die Ziellinie zu laufen.                                                                                        cry