Maxdorf Triathlon 14.Juni 

Parallel zur Tria Mitteldistanz im Kraichgau wurde in Maxdorf ebenfalls eine Mitteldistanz ausgetragen, bei der die 4 ASGler Oliver, Thomas, Daniel und Dieter am Start waren. Das Besondere in Maxdorf sind die beiden Wechselzonen, die ca. 6 km voneinander entfernt sind, d.h. noch etwas früher aufstehen und die Sinne morgens beim Einrichten der Wechselzonen schon beisammen haben. Weiterhin gilt die Radstrecke über 85 km mit den ca. 1000 Hm als recht anspruchsvoll aber dies macht Maxdorf ja auch interessant, außerdem handelt es sich hierbei um eine landschaftlich wunderschöne Strecke. Bei der Laufstrecke handelt es sich um eine 5 km lange Wendepunktstrecke, die zweimal durchlaufen werden musste, also eher nicht das Highlight von Maxdorf.

Das Schwimmen über die 2 km im Lambsheimer Badeweiher wurde bei super (Bade-)Wetter in 2 Gruppen um 9:00h und 9:15h gestartet. Thomas schaffte die auf dem Badeweiher (21,5°C ) in Maxdorfer M-Form abgesteckte Schwimmstrecke in weniger als 34 (!) Min. Oliver war mit 39 Min (wie bereits auch schon 2007 bei seiner dritten Maxdorfer Teilnahme) auch noch gut dabei. Daniel und Dieter brauchten zwar für die Strecke 45 Min, jedoch bedeutete es für beide Bestzeit.
Also ging jeder voll motiviert auf die zunächst flache Radstrecke in Richtung Pfälzerwald. Der sonst übliche Gegenwind aus Westen blieb an diesem Tag aus und somit konnte man die ca. 12 km bis zum Aufstieg der Lindemannsruhe etwas flotter zurücklegen und kam dem von weitem gut sichtbaren Bismarckturm, der die Lindemannsruhe aus der Rheinebene gut sichtbar werden lässt, schnell näher. Dann wurde es ab Kallstadt mit einer Steigung von bis zu 15%. recht knackig. Da der Anstieg jedoch auch gnadenvollere Prozentwerte parat hatte konnte man sogar an der einen oder anderen Stelle kurz die Gangschaltung mal wieder ausprobieren. Der Schatten, den die Bäume entlang der Straße spendeten war meist lang genug, um den Kampf gegen die Prozente auf die 460 Meter hohen Lindemannsruhe erträglicher werden zu lassen. Auf dem Gipfel hieß es dann Getränke und ggfs. Nahrung fassen und weiter übers Altleininger Tal im Sauseritt in die Rheinebene zurück. In südlicher Richtung von Kleinkarlbach bis Leistadt ging‘s dann hügel- und windbedingt etwas weniger sausend weiter, bevor die Lindemannsruhe das zweite mal zuschlug. Waren jetzt noch genug Körner da? – ja klar - Daniel: „ich bin noch nie so leicht die Lindemannsruhe hochgekommen“, Dieter: „super der zweite Anstieg läuft sogar noch besser als der erste“. Thomas und Oliver konnten sich an dieser Stelle eigentlich nicht viel Gedanken gemacht haben, wenn man sich mal die Zeiten des Radsplitts von Thomas 2:49 und Oliver 2:41 (!) anschaut. Nach dem zweiten Anstieg und der abermaligen Sausestrecke ging’s dann wieder zurück nach Maxdorf. Als Mitteldistanz Greenhorn schwebte Dieter auf Wolke 7 mit dem Nettoschnitt (ohne Wechselzonen) von 30,6 zur zweiten Wechselzone ein.
Nun kam bei 31°C die Stunde der Wahrheit. Was war noch übrig? Auf der Laufstrecke bot sich ein Bild, wie es unterschiedlicher nicht sein kann. Es standen Mitstreiter am Rand mit Krämpfen an Stellen wo man eigentlich vorher gar nicht wusste, dass dort Muskeln ihre Arbeit verrichten. Läufer, die sich von Wettkampfhelfer die Schuhe binden ließen, da sie krampfbedingt nicht mehr in der Lage waren dies selbst zu verrichten. Die nächste Fortbewegungsart hieß gehen, das Gesicht aus Scham oder Erschöpfung gen Boden gerichtet. Dann gab es Triathleten, die locker und lächelnd – wie auch Oliver –  (man schau sich nur die Bilder bei Sport Online an) sich die Anstrengung nicht anmerken ließen. Vielleicht wurde Oliver auch von einer Euphorie welle getragen, da ihn seine Knieverletzung, die ihn zu einer Wettkampfpause von 2 Jahren zwang, nur soweit behinderte, dass er lediglich 8 Minuten gegenüber 2007 verlor. Nun ja bei einem Laufsplitt von 1:35 kann man sicherlich locker lächeln und diese „Verschlechterung“ gelassen in Kauf nehmen. Die Wendepunktstrecke, die 2 x zu durchlaufen war bot die Möglichkeit, dass sich Dieter und Thomas (der ja 22 Min früher finishte) sich trotzdem auf der Laufstrecke kennenlernten, d.h. man hob die kurz zur Begrüßung die Hand und kämpfte weiter, um sich später im Ziel dann einander vorzustellen.

Oliver konnte mit einem erhebenden Gefühl, dass sein Knie durchgehalten hatte, die Ziellinie überqueren, um von seiner Tochter Freya in Empfang genommen zu werden.

Wenn man sich das Ergebnis anschaut, kann Thomas mit seinem Abschneiden eigentlich nur zufrieden gewesen sein (ich habe hier leider keine persönliche Einschätzung von Thomas), auch wenn mit einem etwas kritischen Blick die Ziellinie überquert.

Daniel war mit seiner Leistung sehr zufrieden. Prost!!, wenn man 2 Hände hat, muss man sich mit einem Bier (natürlich alkoholfrei) nicht zufrieden geben. Er ist nach dem erfolgreichen Abschneiden in Maxdorf nun bestens für die Langdistanz in Roth gerüstet. Dort wird er wiederum einen Wettkampf gemeinsam mit Norman Stadler austragen dürfen, der sich das gleiche Wettkampf-Programm vorgenommen. Ach ja, unser Ultra ASGler Steffen darf in Roth natürlich auch nicht fehlen.

Dieter war mit dem Ergebnis seiner ersten Mitteldistanz überglücklich, da er seine geschätzte (es gibt ja keine Erfahrungswerte) Zeit um 21 Min unterbieten konnte. Als weiteres Sahnehäubchen dieses Tages stellt die Umsetzung des Maxdorfer Mottos dar: „Breitensport trifft Weltklasse“ oder im konkreten Fall: „Platz 298 trifft Platz 1“.

RNGSTNRNAMEVORNAMEAKAK_PLGES_ZEITSWIMRgRADRgLAUFRg
140289TretbarOliverTM302204:55:2600:39:0635802:41:1313801:35:07108
185288KilianThomasTM50805:02:3800:33:5717802:49:2523501:39:16157
298487HöwlerDieterTM501905:24:3400:45:4747802:52:2227201:46:25243
331450ReidenbachDanielTM303705:30:4500:45:1247503:06:4040801:38:53152