1. Sophie bei den schwäbischen Schwarzwaldfranken

Schwäbisch, war es beim Erbacher Triathlon am 28.Juni, den ich auf meiner Urlaubsheimreise noch so nebenbei mit nahm und mir dort die Sprintversion aussuchte.  Neben den Liga-Wettkämpfen gab es noch eine Olympische Distanz für Jedermann. Da ich aber mit meinen Freunden aus Ulm am Start stehen wollte, lautete die Aufgabe 500m Schwimmen, 23km Radfahren und 5km Laufen. Das kam mir gerade recht, da ich hierfür nicht wirklich trainieren muss und das so nebenbei machen kann :-) Wie so vieles in der kommenden Zeit !

Die Schwimmstrecke am Erbacher See war nach dem zuletzt so langen 1,9km im Kraichgau sehr übersichtlich und der Kurs schon fast niedlich anzuschauen. Das Wetter war nach dem vielen Regen erstmals wieder gut und die Sonne ließ die Laune steigen. Wie immer, wenns knallt bin ich vorne dabei und versuche zwischen den Orcas und Sailsfishen schnell aus dem Getümmel zu schwimmen um frühzeitig meine Ruhe im Wasser zu bekommen. das gelang mir auch in Erbach sehr gut und nach 8:07min. hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen.
Eine riesige Strecke zum Radbalken stand mir nun bevor ! Satte 650m waren hier zurück zu legen um endlich auf das Rad steigen zu dürfen - in meinem Fall..zu müssen ;-) !
Die Radstrecke erwies sich aber als wunderschön und traumhaft schnell ! Der klasse Straßenbelag und die komplett gesperrte Radstrecke machte riesig Spaß und ich konnte einen guten Schnitt fahren ! Meine Radzeit inklusive der Wechsel betrug dann knappe 45 Minuten.  Damit war ich durchaus zufrieden, da ich entsprechend dem DTU Gesetz mal wieder alleine kämpfte ! Ganz anders, die Jungs hinter mir, die sich in zwei großen Gruppen kurz vor dem 2.Wechsel mir näherten und mich dann auf der Laufstrecke verputzten :-(
Schade, das man da von Leuten überholt wird, die normalerweise noch gar nicht da wären....aber so ist das eben !
Das laufen war ganz ordentlich und ich konnte mit meiner 23erZeit eine gute Gesamtzeit von 1:16:50 Std. erreichen. Das war dann bei den 190 gestarteten Männern der 39te Platz. Letztlich war die Platzierung genauso wurscht wie die Zeit, die da am Ende stand ! Es hat Spaß gemacht und der  Erbacher Triathlon ist im vorbeifahren auf jeden Fall ein Stopp wert ! Extra dafür die 200km lange Reise anzutreten wäre zu aufwendig aus meiner Sicht...obwohl ich am Vorabend noch in Ulm ein Stadtbummel gemacht habe, der sehenswert und recht schön war !

2. Erkenntnisse eines Nebenbei-Mountainbikers

Schwarzwald und sonst nichts, hieß es am 4.7.2009 beim Mountainbike-Kurzmarathon in Calmbach/Bad Wildbad. Der kostengünstige MtB-Marathon über drei 16,6km-Runden ist für den Nebenbei-Biker genau das richtige und so bezahlte ich die 8 Euro Startgebühr um mich, wie schon vor zwei Jahren von den Cracks der Schotterpiste vorführen zu lassen :-)
Mountainbike-Training hatte ich überhaupt keines und die Erfahrungswerte aus dem letzten Jahr waren längst vergessen. So pumpte ich bei trockenem Wetter massig Luft in meine Reifen um auf der leichten Strecke den Widerstand zu verringern. Falsch gedacht - zweimal legte ich mich bei Tempo 2 (km/h) in einer U-Kurve auf den Schotter und scheuerte mir beide Handflächen auf ! Logisch habe ich Radhandschuhe, aber eben zuhause liegen lassen und nicht an *heul* 
Ich begann von ganz hinten im Starterfeld und radelte anfangs sehr gemütlich den anderen 200 Teilnehmern hinterher. Als sich das Feld sortierte begann ich das überholen und sammelte sehr langsam aber konstant die Fahrer vor mir ein. 
Das gelang mir ganz gut bis zum zweiten Sturz am Ende der zweiten Runde. Die Lust war mir da schon vergangen und ich überlegte ob ich überhaupt noch weiterfahren soll. Nach dem ablassen der Luft aus meinen prallen Reifen und dem abspülen der Bluthände an der Verpflegung nahm ich dann das Rennen wieder auf und kämpfte mich nochmals an 7 der bereits überholten Fahrer vorbei. Was ein Mist ! Letztlich kam ich nach 2:29 Stunden ins Ziel und war froh nicht Letzter geworden zu sein ;-) 10 Plätze weiter hinten und ich hätte das geschafft :-)
Von der Strecke her ist der Calmbacher Marathon ohne Schwierigkeiten zu fahren...nur Waldwege und softe Singletrails. Man könnte fast sagen, ein Time-Trailrennen für Mountainbiker. Wer schöne Aussichten erwartet bleibt besser zu Hause ! Hier gibts nur Wald und sonst nix...Schwarzwald eben ;-)
Ich habe aber die Erkenntnis gewonnen, das ich doch lieber gemütlich im Herbstwald fahre anstatt mich mit den Cross-Profis zu messen.

3. Sophie und die Frauenstaffel

Fränkisch gings zu bei der Quelle Challenge in Roth am vergangenen Wochenende. Nach meinem Frankfurt-Besuch beim Ironman , nahm ich mir dieses Mal die Challenge zum zuschauen vor. Da alle Unterkünfte ausgebucht waren und ich nicht erst Sonntags anreisen wollte, entschloß ich mich auf ein Camping-Angebot einer Freundin einzugehen. Top ausgestattet wie ich als leidenschaftlicher Camper bin, gings am Freitag Abend zuerst mal nach Wiesloch um bei Intersport einen Schlafsack und eine Unterlage zu kaufen. Teurer als gedacht habe ich zugeschlagen und da es sich ab sofort lohnen musste fuhr ich kurze Zeit später los. Zwei Stunden Fahrt und fertig dachte ich - war aber nicht so : Weinsberger Kreuz sag ich nur :-(
Kurz vor 22 uhr kam ich in der Dunkelheit an und schlug mein 39Euro-Penny-Markt-Zelt auf. Das ging erstaunlich schnell und die Gruppe vom Team Ratiopharm, die mich aufnahm war eine große Hlfe dabei. Ab sofort genoss ich puren Campingspaß, da ca.20 Personen die Gruppe bildeten und alle wegen der Challenge da waren. Mit 10 Staffeln und 5-6 Einzelstartern hatte man gemeldet und das Buffet im Gemeinschaftszelt war üppig !
Als Gegenleistung für all die Gastfreundlichkeit bot ich mich als Ersatzmann an, im Falle das jemand ausfällt ! Kaum ausgesprochen, war ich Schwimmer in einer Damenstaffel ! Wo sonst hätte Sophie schwimmen sollen. Die Dame, die absagen musste hatte eine kräftige Erkältung und zudem den Job als Radfahrerin. Das radeln übernahm Sie aber dann selbst....zum Glück !
Am Sonntag um  8.35Uhr war dann mein Start und es lief super ! Auf der Triathlon-Messe verschaffte mit noch jemand einen Leihanzug von Aquaman (gutes Teil) und los ging es. Der Main-Donau-Kanal brodelte und die 3,8km lange Schwimmstrecke lag vor mir ! Wie immer bei Flüssen, gabs lange Zeit Haue ! Erst kurz vor der Wendemarke bei Km1,4 wurde es ruhiger und angenehmer. Bis dahin ging aber auch alles sehr schnell, da ich im großen Pulk schwimmen konnte. Direkt nach der Wendemarke entgleitete mir die Gruppe und ich musste mal wieder alleine gegen den Widerstand kämpfen. Das dürfte sich negativ auf meine Zeit ausgewirkt haben und ich ermüdete mit zunehmender Dauer immer mehr. Immer wieder versuchte ich den Anschluss zu schaffen...vergebens, keine Chance. Nach 1:04:42 Stunden war es dann doch geschafft und ich konnte meine Chip an die Radeldame übergeben. Sie machte Ihre Sache über die 180km lange Radstrecke echt super und fuhr nach 5:52h schon wieder in die zweite Wechselzone. Mit einigen Verzögerungen aufgrund damenhafter Absprachen bezüglich der Chipübergabe (SMS schreiben auf dem Rad und so...) machte sich dann noch unsere Läuferin auf die Socken und schaffte den Marathon in ihrer neuen persönlichen Bestzeit in 4:23 Stunden. Nach 11:27 Stunden haben wir dann gemeinsam unser Staffel ins Ziel gebracht und belegten in der reinen Damenwertung einen guten Mittelfeldplatz ;-)

Am kommenden Wochenende könnte ich dann mal wieder zu Hause..ach, nee mal sehen wo es was Schönes gibt :-)