2. Blausee Triathlon, 15. August 2009
Ein kurzer Ergebnisbericht aus der Sicht eines Stückes Treibholz. Mit Bildern vom rasenden Reporter Sophie.
Am Samstag, den 15. August 2009, lud der Förderverein am gleichnamigen See zum 2. Mal zum Blausee Triathlon in Altlußheim. Nach der Premiere im letzten Jahr war die ASG wieder zahlreich vertreten, obwohl natürlich viele Athleten urlaubsbedingt oder wegen anderer Wettkämpfe verhindert waren. Auch am Streckenrand wurden die Aktiven von einem mitgereisten ASG-Fanclub lautstark unterstützt und angefeuert.
Noch lange vor dem eigentlichen Startschuss erschütterte ein lauter Knall die idyllische Ruhe über der Wechselzone. Irgendwer hatte wohl sein Rad zu optmistisch aufgepumpt und die Kraft der Mittagssonne unterschätzt. Wie sich herausstellte war es unser Uwe, der nun schnell nochmal den Reifen wechseln musste und diesmal ein paar Bar weniger reinsteckte.
Ansonsten war erfreulich, dass die Veranstalter diesmal sogar „Fahrradständer“ gebastelt hatten, damit die Triathleten ihre wertvollen Räder nicht in die Wiese legen mussten. Aber für so manche „Rennmaschine“ war der Abstand zwischen den Holzleisten etwas zu gering, um z. B. einen Mountainbike-Reifen reinzustecken. Hier musste dann nochmal Hand angelegt und mit Akkuschrauber oder Schweizer Taschenmesser die Leisten im passenden Abstand neu ausgerichtet werden.
Mit leichter Verzögerung, die die Triathleten im „kalten“ Nass (25°C) wartend ertragen mussten (hier waren die „Weicheier“, die sich vorher in den Neopren gezwängt hatten, klar im Vorteil), erfolgte irgendwann nach 14:30 Uhr der Startschuss und 13 ASGler stürzten sich mit 200 weiteren Startern in den See, um die 500 m lange Schwimmstrecke zu absolvieren. Aus meiner Sicht war die Schwimmstrecke natürlich viel zu lang und obwohl ich in den Wochen zuvor sogar trainiert hatte (!), musste ich den einen oder anderen (Brust-)Schwimmer vorbeiziehen lassen. Als ich nach knapp 11 Minuten den See verließ, hatte ich jetzt fast alle anderen Starter vor mir, inklusive der meisten ASGler, und konnte das Feld in aller Ruhe auf der Radstrecke von hinten aufrollen.
Die ersten 2-3 km der 20 Radkilometer verliefen über recht schmale Feldwege mit vielen engen Kurven, was einen flüssigen Tritt noch etwas erschwerte. Zusätzlich zum Slalom zwischen Mountainbikes, Trekkingbikes und historischen Zweirädern. Aber sobald die alte B36 erreicht war, gab es kein Halten mehr – hier galt Kette rechts und Vollgas. Erst die letzten 5 Kilometer verlangten dann wieder ständiges Abbremsen vor Kurven und erneutes Beschleunigen, was einige Körner kostete. Nach 29 Minuten Radsplit rollte ich mit einem knappen 40er Schnitt wieder in die Wechselzone und hatte mich mittlerweile im Feld deutlich nach vorne gearbeitet.
Gleich nach der Wechselzone wurde den in der Sonne schmorenden Sportlern ein Becher Wasser in Aussicht gestellt und für viele blieb es leider auch dabei: die Aussicht auf einen Becher. Die Dame am Getränkestand begann erst dann mit der sorgfältigen Befüllung des Bechers, wenn ein (oder mehrere) Läufer in Sicht kamen – bis der Becher voll war, waren die Läufer dann meist schon lange am Tisch vorbei. Dem folgten dann fünf endlose Kilometer bei 30 Grad ohne Schatten in Form einer Wendepunktstrecke am Blausee entlang Richtung Altlußheim. Ein zweiter, gut gefüllter Getränkestand am Wendepunkt hätte bei so manchem Läufer sicherlich zu einer etwas schnelleren Endzeit geführt, aber so hieß es Tempo zügeln und Krämpfe vermeiden.
Nach knapp einer Stunde und vier Minuten war ich dann endlich im Ziel und hatte mein Soll erreicht: fünf Minuten schneller als im Vorjahr – die Plackerei hat also doch was gebracht! Im Ziel gab es dann nicht nur tosenden Beifall von zahlreichen Zuschauern, sondern endlich auch kalte Getränke, Wasser und Obst. Nach und nach trudelten weitere ASGler ein, wobei es den Rennradfahrern nicht gelungen war Andreas Wolf auf seinem Mountainbike abzuschütteln. Respekt! Ließ sich der Zieleinlauf bei gut 80 Startern im letzten Jahr noch bequem per Hand dokumentieren, gab es in diesem Jahr dann doch kleinere Probleme, da viele Finisher in der Ergebnisliste fehl(t)en, wie z. B. unser ASGler Dieter Rückert. Aber die Liste entwickelt sich weiter und die Fehler werden nach und nach behoben. Für nächstes Jahr ist sogar eine elektronische Zeitmessung vorgesehen!
Wie bereits im letzten Jahr, war der Blausee-Triathlon 2009 insgesamt wieder eine sehr gelungene kleine Veranstaltung und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Und nächstes Jahr greifen wir die 60-Minuten-Marke an, oder Oskar?
Weitere Bilder gibt es in der Gallerie.
Hier die ASG-Ergebnisse in der Übersicht:
Platz | Startnr. | Name | Jahrgang | Zeit | m/w Rang* |
| 10 | 119 | Dietzen, Christian | 1974 | 01:04:00 | 10 |
| 00 | 202 | Rückert, Dieter | 1962 | 01:08:47 | ?? |
| 43 | 227 | Schwab, Uwe | 1970 | 01:09:10 | 39 |
| 46 | 113 | Buse, Oliver | 1968 | 01:10:30 | 42 |
| 47 | 299 | Wolf, Andreas | 1977 | 01:10:31 | 43 |
| 49 | 130 | Fischer, Mario | 1981 | 01:10:35 | 45 |
| 88 | 198 | Neumann, Thorsten | 1961 | 01:15:55 | 77 |
| 95 | 240 | Stier, Matthias | 1962 | 01:16:20 | 84 |
| 114 | 381 | Stephan, Pascal | 1992 | 01:19:27 | 99 |
| 115 | 112 | Buse, Christiane | 1970 | 01:19:28 | 16 (w) |
| 123 | 142 | Zahn, Heidi | 1969 | 01:20:31 | 21 (w) |
| 155 | 228 | Schwab, Yvonne | 1971 | 01:26:40 | 29 (w) |
| 156 | 238 | Stephan, Oskar | 1960 | 01:26:47 | 127 |



