AK-Podestplatz für Christian Dietzen

Eigentlich wollte ich meinen zweiten Triathlon im Jahr 2012 in Worms beim TriStar111 Germany absolvieren, der am 20. Mai geplant war. Allerdings wurde dieser kurz nach Anmeldungseröffnung auf den 10. Juni verschoben und ich musste mich nach einer Alternative um-schauen. Die einzige passende Veran-staltung fand ich im Triathlon Rheinfelden (Baden) an der Grenze zur Schweiz, der ebenfalls am 20.05. stattfinden sollte. Hier war für jeden was dabei, von der Sprint- über olympische bis hin zur Mitteldistanz. Die Veranstaltung ist angenehm familiär und nicht so überlaufen. Die Stre-ckenführung ist sehr zuschauerfreundlich, da alle Distanzen dieselbe Strecke absol¬vieren, aber je nach Distanz unterschiedlich oft.

Für mich sollte es ein weiterer Form- und Ernährungs¬test werden und ich startete auf der Mitteldistanz, d.h. 2,6 km Schwimmen (im Rhein, entspricht 1,2 km im See, heißt es), 86 km Rad und 20 km Laufen. Noch zwei Tage vor dem Wettkampf lag die Wassertemperatur im Rhein bei unter 12 Grad, was kein Schwim¬men zugelassen hätte. Am Samstag-Abend ergab die finale Messung dann im Mittel 14,4°C und das Schwimmen konnte stattfinden. Ca. 110 Starter versammelten sich am Sonntagmorgen um 08:15 Uhr am sog. „Inseli“ auf Schweizer Seite. Trotz Neoprenpflicht war es sehr frisch im Rhein, aber Dank einer „leichten“ Strömung waren die Schwimmzeiten recht flott. Wie immer kam ich trotzdem im hinteren Teil des Feldes (75.) nach 0h16m20s. aus dem Wasser. Nach zügigem Wechsel ging es auf die anspruchsvolle Radstrecke, eine 21,5 km lange Runde mit über 300 Höhenmetern und zwei fiesen 15%-Rampen („Pain Hill“), die viermal zu durchfahren war. Das war schön für die Zuschauer, weil die Athleten immer wieder am Wechselbereich vorbeikamen.

Da sich aber alle Distanzgruppen dieselbe Strecke teilten, wurde es zeitweise recht voll und nicht im Windschatten zu fahren, war dann kaum möglich. Das betraf aber hauptsächlich die Anstiege. Allerdings gab es auch unerfreulich viele Lutscher, die in bester Radfahrermanier am Hinterrad klebten (schöne Grüße an Jeff, Roberto, Ralf, Olli, Christian, Dominik, Jürgen usw.;-). Nach 02h35m10s schob ich mein Rad wieder in die Wechselzone und lag mittlerweile auf Platz 25.

Die Laufstrecke bestand ebenfalls aus vier Runden à 5 km, die aufgrund vieler enger Kurven, Kopfsteinpflaster, Bord-steine und besonders einer fiesen Treppe („Stairways to Heaven“) sehr unrhythmisch war. Um Krämpfe zu verhindern, musste man an einigen Stellen immer wieder das Tempo rausnehmen, aber das Problem hatten alle. Ich lief insgesamt recht konstant um die 4 Min./km und wenn ich nicht in der 3. Runde noch einen Zwischenstopp im Dixieklo hätte einlegen müssen, hätte ich die viert¬schnellste Laufzeit des Tages gehabt. So war es mit 01h23m45s die Siebtschnellste und ich kam als Gesamtzwölfter nach 4h17m07s ins Ziel. Das war dann gleich¬zeitig der 3. Platz in der AK 4. 

Zusammenfassend eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung, die durchaus ein paar mehr Starter verdient hätte. Jedenfalls war es eine sehr gute Alternative zu Worms mit hohem Wohlfühlcharakter.